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Geschichte des
Smiley (Emoticons)





Emotionaler schreiben

Satzzeichen, die in Kombination kleine Gesichter bilden - sind eine einfache und unmissverständliche Kommunikation über die Sprachgrenzen hinweg. Eine kleine Kulturgeschichte der sogenannten "Emoticons".

Um die 1881 tauchte eine Art der schriftlichen Verständigung auf: die Emoticons. Der Begriff besteht aus den englischen Wörtern "Emotion" (Gefühl) und "Icon" (Zeichen). Im amerikanischen Satiremagazin Puck wurden 1881 die ersten Emoticons verwendet. Freude, Melancholie, Gleichgültigkeit und Erstaunen wurden dort erstmals durch typografische Satzzeichen dargestellt, einfacher ausgedrückt: als Strichmännchen-Gesicht.

Wiedergeburt des Strichmännchens

Doch auch diese Art der vereinheitlichten Verständigung geriet erst einmal in Vergessenheit. Bis 1963 der amerikanische Werbegrafiker Harvey Ball die "Gefühlszeichen" wiederentdeckte. Er gilt als der Erfinder des "Smiley". Der Siegeszug der Zeichensprache begann aber erst vor 35 Jahren. Der amerikanische Informatikprofessor Scott E. Fahlman hatte die Idee, Missverständnissen in der schriftlichen Sprache mit Satzzeichen aus dem Weg zu gehen: Kombiniert verwendet ergeben etwa ein Doppelpunkt, Bindestrich und eine halbe Klammer ein lachendes Gesicht, das seitlich liegt.

Die ersten Emoticons aus dem Satiremagazin "Puck" von 1881:

Emoticons Puck

Neue Art der Kommunikation

Heute sind die Gefühlsgesichter nicht mehr wegzudenken. Sie tauchen in E-Mails, SMS, Posts auf Facebook und allen möglichen Chatrooms auf. Am meisten verwendet werden dabei das lachende und das enttäuschte Smiley mit nach unten gezogenen Mundwinkeln, also der anderen halben Klammer. Ihr Ziel haben beide längst erreicht - sie verhelfen zu einer leichtverständlichen und oft entspannteren Kommunikation. Sätze wie: "Ich warne dich" verlieren rasch an Bedrohlichkeit, wenn der Schreiber seine ironisch-übertrieben gemeinte Aussage durch einen netten Drei-Satzzeichen-Smiley entschärft. Unter Computerbenutzern hat sich inzwischen eine gefühlsmässig noch aussagekräftigere Form der kleinen Gefühlsgesichter etabliert: die Tastenkombination "Shift", "Doppelpunkt" und "Klammer zu" ergibt automatisch ein lachendes Smiley-Symbol.

Ein Lächeln erfindet sich neu

Dass der Begriff Smiley eigentlich vom englischen "smile", also "lächeln" stammt, hat im modernen Symbol-Schriftgebrauch keine Bedeutung. Denn die gleiche Tastenkombination mit dem "Klammer auf" Zeichen, wird ebenfalls Smiley genannt, und das obwohl es ein enttäuschtes Gesicht mit nach unten gezogenen Mundwinkeln ergibt. Eingeweihte wissen, dass die Schmollgesichter eigentlich "Frowny" (vom englischen "to frown" für "stirnrunzeln") heissen.
Im Smartphone-Zeitalter hat sich dank Emoticons heute bei den Jugendlichen eine eigene Symbol-Schriftsprache entwickelt. Es gibt etwa grafisch dargestellte Smileys in allen Hautfarben, wütende rote Smileys, Smileys mit dunkler Sonnenbrille oder Heiligenschein. Dazu Hunderte anderer grafischer Symbole wie eine Hand mit Daumen nach oben, flammende rote Herzen oder eine tanzende Frau. Mit ihnen können ganze Sätze gebildet werden - jenseits von Sprachbarrieren.

Grosse Emotionen stecken oft in wenigen Zeichen.

Smileys Emotionen

Smiley in:     -.-         -:-         `.´

Neue Kommunikationsform

Die Symbole, die mehrheitlich zum Spass verwendet werden, werden aber auch streng beurteilt: Jugendliche, die sowieso schon schwach im Unterrichtsfach Deutsch sind, laufen Gefahr, eine ordentliche Satzbildung und Grammatik nicht mehr richtig zu erlernen. Die neuen Medien haben sich in den vergangenen Jahren als Ort erwiesen, an dem die Sprachpraxis ganz besonders dem Wandel unterworfen ist. Das Schreiben in den neuen Medien ist aber kein Faktor, der das Schreiben in der Schule beeinflusst - je nach Schreibsituation gelten andere Schreibkonventionen, und die Schüler sind sich dessen durchaus bewusst.

Japanische Emojis vorneweg

Emoticons haben sich als neue Kommunikationsform durchgesetzt - und zwar generationsübergreifend. Egal ob Jung oder Alt, immer mehr Menschen nutzen die kleinen Zeichen, um rasch einen Gefühlszustand in einer privaten SMS, Whatsapp- oder E-Mail-Nachricht auszudrücken. Sogar Grosseltern kommunizieren heute mit ihren Enkeln auf diesem Weg. Abgesehen von der Zeiteinsparung beim Tippen machen Emoticons auch Spass. Geschäftlich sollten sie allerdings besser vermieden werden. Hier dient ein klassischer und, vor allem, korrekter Sprachgebrauch.
Weltmeister im Benutzen von Emoticons sind, wenig überraschend, die Japaner. Als der japanische Webdesigner Shigetaka Kurita in den 1990er Jahren das asiatische Pendant zu den Emoticons, die "Emojis", erfand, löste er einen Boom bei seinen technikverliebten Landsleuten und Computernutzern in ganz Asien aus. Das Wort "Emoji", ist eine Kombination zweier japanischer Wörter "emo" (Bild) und "ji" (Zeichen). Im Jahre 2014 wurde das erste Buch, in dem nur Emojis vorkommen, veröffentlicht. Der chinesische Künstler Xu Bing schildert in "The Book from the Ground" einen Tag im Leben eines städtischen Angestellten. Sein Buch ist zudem wohl das erste, das weltweit verstanden wird - ohne dass es übersetzt werden muss. Die kleine Symbole, die am Anfang als Kombinationen aus drei Tastaturzeichen gestaltet wurden, erreicht: eine weltweit einheitliche Sprache oder zumindest Art der Verständigung.

Nützliches Wissen

  • Eine Studie amerikanischer und koreanischer Forscher fand heraus, dass vor allem im Online-Kundenservice-Bereich Kunden zufriedener sind, wenn ihre Anfragen in sogenannten Chatrooms (virtueller Kommunikationsraum im World Wide Web) von Mitarbeitenden mit Emoticons und Emojis beantwortet werden. Die Smileys et cetera überbringen Empathie und vermitteln Nähe.
  • Emoticons können Zeit sparen und helfen, eine Nachricht richtig einzuordnen.
  • Neben verliebten Hetero-Pärchen-Symbolen gibt es nun auch schwule und lesbische Paare.
  • Für jedes Emoticon stehen sechs verschiedene Hautfarben zur Verfügung.
  • Emoticons haben ihren Ursprung in alten Piktogrammen, wie bei dem von Kindern gezeichneten Mondgesicht, aus Punkt, Punkt, Komma, Strich.
  • Es gibt über 10'000 Emoticons. Sie können meist kostenlos heruntergeladen werden.
  • Mit über 342 Millionen Tweets (aus dem Englischen "tweet" für "zwitschern", im Internet für "Statusmeldung" oder "Kurznachricht") auf Platz 1 der beliebtesten Emoticons 2014: die Herzkarte (einer Spielkarte nachempfunden).
  • Es gibt auch animierte Emoticons (bewegen sich auf dem Bildschirm), wie etwa den "Pinocchio Smiley", dem nach einer Lüge eine lange Nase wächst.
  • Viele Programme und Apps wandeln die Zeichenfolge in einen grafischen Smiley um, der je nach Gerät und Programm des Empfängers unterschiedlich ankommt.

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Smiley Erklärung

Sind Sie ? Oder fühlen Sie sich so ? Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte.

   

Hallo

   

Spoiler Alarm

   

Vor Kälte zitternd

   

Zuhören

   

Verkatert

   

Musik hören

   

Lächeln

   

Traurig

   

Lachen

   

Cool

   

Zwinkern

   

Überrascht

   

Weinen

   

Schwitzen

   

Sprachlos

   

Kuss

   

Frech

   

Daumen drücken

   

Erröten

   

Fragend

   

Schläfrig

   

Langweilig

   

Verliebt

   

Fieses Grinsen

   

Gähnen

   

Kotze

   

Doh

   

Wütend

   

Nicht meine Schuld

   

Party

   

Hände vor's Gesicht schlagen

   

Besorgt

   

Mmm…

   

Nerd

   

Schweigen wie ein Grab

   

Teufel

   

Engel

   

Neidisch

   

Warte

   

Schminken

   

Movember

   

Kichern

   

Klatschen

   

Nechdenklich

   

Lachend

   

Erleichtert

   

Abklatschen

   

Fröhlich

   

Schmunzeln

   

Nicken

   

Zittern

   

Warten

   

TMI

   

Schurke

   

Abrocken

   

Headbang

   

Fausthieb

   

Sprechen

   

Idee

   

Mit Hände sprechen

   

Anrufen

   

Vor Lachen weinen

   

Was soll das denn

   

Sprich nicht mit mir

   

Nazar

   

Klaps

   

Pfeifen

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